016. Gesetzmäßigkeiten erkennen

Die Geschichte vom Beobachter.

Als der Beobachter der Natur in ihren Abläufen Muster erkannte, wurde er zum Wissenschaftler. Er hat irgendwann festgestellt, dass es auf der Erde abwechselnd hell und wieder dunkel wurde. Immer wenn es hell war, konnte man die Sonne sehen, wenn es dunkel war, war die Sonne nicht zu sehen. Manchmal konnte er den Mond und die Sonne sehen, wenn Nachts der Mond schien war es nicht ganz dunkel, außerdem sah der Mond jede Nacht anders aus. Er nahm zu und ab und das jedes mal wieder aufs Neue. Der Zeitraum würde als ein Monat in die Geschichtsbücher eingehen. Alles erschien irgendwie von Geisterhand immer gleichmäßig so abzulaufen, bis eines Tages am helllichten Tag die Sonne verdunkelte und es kurzzeitig fast Nacht wurde. Der Mond schob sich vor die Sonne und der Schatten verdunkelte die Erde, der Beobachter saß im Dunkeln, obwohl es Tag war. Nach mehrmaligem Vorkommen, kam der Beobachter dann auf die Idee, dass der Mond näher an der Erde dran wäre, weil er sich sonst nicht vor die Sonne schieben könnte. Außerdem muss die Sonne weiter weg sein und weil der Mond genau vor die Sonne passt, muss die Sonne gemäß dem geometrischen Strahlensatz mit zunehmender Entfernung größer werden und vor allem größer als der Mond sein.

Nach jahrelangen Beobachtungen und den entsprechenden Hypothesen und Interpretationen, kam der Beobachter zu folgendem Schluss: Der Mond umkreist wie die Sonne, die Erde, jedoch in geringerem Abstand. Der Mond benötigt einen Monat, um wieder als Vollmond am Nachthimmel zu erscheinen. Die Sonne benötigt immer ein Jahr, um zum höchsten Sonnenstand den gleichen Schattenwurf zu zeigen.

Mehr konnte der Beobachter wohl kaum erkennen, womöglich noch die Sterne, welche ebenfalls jede Nacht um die Erde kreisten. Heute wissen wir, dass dieses Weltbild nicht der Realität entspricht, obwohl es dem Beobachter so vorkommen musste, als ob die Sonne die Erde umkreist. Aufmerksames Beobachten, um eventuelle Muster und Gesetzmäßigkeiten zu erkennen waren schon der halbe Weg, um sich die Welt erklären zu können. Damit man auf Götter und unsichtbare Schummelfaktoren verzichten kann, muss man seine Überlegungen noch einer Logikprüfung unterziehen, um schnell feststellen zu können, ob man richtig oder falsch liegt. Ähnlichkeiten sind nicht zufällig, Galaxien sehen nicht zufällig so aus:

Die Elementarladungen unterliegen der elektromagnetischen Wechselwirkung, deshalb bilden sich Strukturen. Strukturbildung ist allgemein eine Folge (Ursache) aus der EM-WW, dabei ist die Mathematik insofern hilfreich, um die erkannten Muster quantitativ beschreiben zu können. Um die Zusammenhänge zu verstehen, braucht man ein bisschen Ahnung von Geometrie.

Optimale räumliche Anordnungen von Kugeln:

- 1 > Kugel
- 2 > Stäbchen
- 3 > Dreieck
- 4 > Tetraeder
- 5 > ? doppelter Tetraeder
- 6 > Oktaeder
- 7 > ? wird schon schwieriger
...
- 10^54 > Kugel (Erde)

Der Wiki-Artikel über Platonischer Körper kann bei etwaigen Verständnisproblemen helfen, nicht jeder versteht gleich worauf ich hinaus will.